26.03.2020

Raus aus der Schockstarre – die Zukunft neu denken

„Die Tragödie der Gegenwart“, mit diesem Begriff des Theaters der griechischen Antike beschrieb Gabor Steingart in seinem Morning Briefing den momentanen Status der Corona-Krise.

Am Wochenende hatte die Regierung gerade eine Kontaktsperre angeordnet. Selbst das in Sachen Surrealismus geschulte Publikum wisse nicht, so der Journalist weiter, wo ihm der Kopf stehe zwischen Virologie, Politik und Streit ums Grundsätzliche. Matthias Horx vom Zukunftsinstitut wiederum sieht die Krise als einen historischen Moment, in dem die Zukunft ihre Richtung ändere und nichts mehr so sein werde wie vorher.

Drastisch offene Betrachtungen und Interpretationen von Fakten helfen, solange sie mich klüger machen, solange sie das entstandene Chaos sortieren und Informationen und Hinweise für meine Verortung in der Gegenwart geben. Es ist viel geschrieben worden, Hilfreiches und Panisches. Es ist ein riesiger Kraftakt, sich jeden Tag und jede Stunde neu zu fokussieren, zur Ruhe zu kommen, an das Hier und Jetzt, aber insbesondere auch an die Zukunft nach der Krise zu denken. So viele Ängste begleiten die meisten unter uns.

Die Zeit bleibt nicht stehen

In den vergangenen Tagen stand ich im Austausch mit unterschiedlichsten Menschen in teilweise schwierigen Berufs- und Lebenssituationen. Und immer wieder kam doch der Impuls, diese Zeit des Vakuums zu nutzen und in die eigene Energie zu vertrauen, um nach vorne zu denken, sich gedanklich neu aufzustellen und zu planen, denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Roadmap für die Zukunft

Ein Ziel, eine Idee, wie es für Sie nach diesem Lebenseinschnitt weitergehen soll, kann in schwierigen Tagen nicht nur Mut machen, sondern wichtige Navigationsdaten liefern, um den gedanklichen Teufelskreis zu durchbrechen!

Insbesondere Unternehmer, Selbständige und Führungskräfte stehen mit ihrer speziellen Verantwortung vor den vielleicht größten Herausforderungen ihres bisherigen Arbeitslebens. Wenn jeder neue Tag abermals unberechenbar ist und sie ihren Teams nur virtuell in die Augen schauen können, wie vermitteln sie in stark betroffenen Branchen Zuversicht und Sinn und sorgen für die Absicherung des Unternehmens oder für weiterhin gute Ergebnisse ihrer Abteilungen?

Klarheit durch Selbstwahrnehmung

Alles beginnt bei Ihnen selbst. Sie können die Verantwortung, diese Krise zu meistern, nicht nach außen delegieren. Wer im Jetzt handelt, schafft es, sich selbst und seine Mitarbeiter sicher durch die Corona-Krise zu bringen. Diese vier Tipps helfen Ihnen dabei.

  1. Bewusst Informationen sammeln und sortieren
    Es gilt, ein gesundes Maß für die Verfolgung von Nachrichten zu finden, um die Macht über das eigene Urteilsvermögen zu behalten und den inneren Kompass zu schützen. Die Informationen liefern Ihnen darüberhinaus wertvolle Hinweise auf langfristige Veränderungen im gesamten Wirtschaftsleben, die Sie für klare Entscheidungen benötigen.
  2. Innere Klarheit finden
    Wie geht es Ihnen persönlich in dieser Krise? Was brauchen Sie, um auch in den nächsten Wochen handlungsfähig zu sein? Wie organisieren Sie Ihr persönliches und berufliches Umfeld, damit dies gelingt? Dem einen helfen sportliche Aktivitäten, dem anderen Meditation oder das Hören geliebter Musik, um in täglichen Auszeiten auf neue Gedanken zu kommen.
  3. Entschlossen bleiben und die Chancen der Transformation nutzen
    In weniger betroffenen Branchen stelle ich fest, dass das Berufsleben eingeschränkt, aber dennoch zuversichtlich weitergeht. Sind Sie jedoch stark von Einschränkungen betroffen, bleiben Sie dran an Ihren vor der Krise gefassten geschäftlichen Plänen und Entscheidungen. Passen Sie sie sukzessive und bewusst an die Herausforderungen an. Tauschen Sie sich dazu virtuell mit Peers, Kollegen, Mitarbeitern aus und machen sich ein Bild. Geschäftsprozesse werden aktuell in einer atemberaubenden Geschwindigkeit transformiert. Jetzt ist eine gute Zeit gemeinsam für die Zukunft zu lernen.
  4. Eine neue Arbeitskultur prägen und Sinn vermitteln
    Überdenken Sie Ihre Arbeitskultur. Seien Sie besonders achtsam, wenn Sie einen sehr Fakten orientierten Führungsstil haben. In Zeiten von Homeoffice ist es wichtig für Ihre Wirksamkeit, ein gutes Gespür auch für die zwischenmenschlichen Bedürfnisse in Ihren Teams zu entwickeln, um in vertrauensvollem Kontakt zu bleiben. Treffen Sie in Ihren virtuellen, regelmäßigen Meetings verbindliche Vereinbarungen.

Die Menschheit und insbesondere auch die Wirtschaft haben schon viele Tragöden erlebt. Wer jetzt mit Zuversicht handelt und sich an die Gegebenheiten anspasst, wird gestärkt aus der Krise hervorgehen. Sehr gerne unterstütze ich Sie online dabei.

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